Adobe Photoshop Lightroom 2 Teil 1/2

Wer in Zeiten der Analogfotografie seine Bilder selbst entwickeln oder gar ein wenig nachbearbeiten wollte, musste nicht nur tief in die Trickkiste sondern vor allem auch tief in den Geldbeutel greifen. Durch die Digitalfotografie hat sich dies fundamental geändert, denn heute stehen einem dank Programmen wie Adobe Photoshop Lightroom 2 unzählige Möglichkeiten offen, um aus einem guten ein tolles Foto zu machen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Bilder mit Lightroom archivieren, entwickeln und drucken.


Die Programmoberfläche

Lightroom bietet insgesamt fünf Bereiche, die sich von hier aus ansteuern lassen. Nach dem Start ist der Bibliotheken-Modus aktiv.

Im linken Bereich sehen Sie eine Übersicht, in welchem Ordner bzw. in welcher Sammlung sich Bilder befinden. Außerdem können Bilder von hier aus importiert oder exportiert werden. Im Entwickeln-Modus sehen Sie in der linken Seitenleiste beispielsweise die Entwicklungs-Vorlagen.

Im unteren Bereich von Lightroom sind sämtliche importierten Bilder zu sehen.

Rechts finden Sie das Histogramm, sowie Einstellungen zur Ad-hoc-Entwicklung. Im Bibliotheks-Modus können hier zudem Stichwörter vergeben und Metadaten verändert werden. Im Entwickeln-Modus sind außerdem die Detail–einstellungen zu finden.


Fotos importieren

Der erste Schritt stellt das Importieren von Bildern dar. Adobe Lightroom 2 unterstützt Fotos bis zu einer Größe von 512 Megapixel sowie gängige RAW-Dateiformate wie etwa das Adobe-Format .dng. Es werden auch Bilder im JPEG-, TIFF-  oder Photoshop-Format (.psd) unterstützt.

Fotos können wahlweise von der Festplatte, von CDs, DVDs, USB-Sticks oder auch direkt von angeschlossenen Digitalkameras importiert werden. Klicken Sie dazu im Bibliotheken-Modul auf die Schaltfläche Importieren.

Wählen Sie im darauf folgenden Fenster Ihre Bilder aus. Markieren Sie die gewünschten Fotos und klicken Sie auf Wählen.

Danach haben Sie noch weitere Einstellungsmöglichkeiten. So lässt sich etwa unter Dateiverwaltung auswählen, ob die Bilder direkt vom Speicherort importiert werden, oder ob diese zuerst in einen anderen Ordner  kopiert werden sollen. Das würde sich etwa anbieten, wenn man Bilder von einer angeschlossenen Kamera importiert.

Im Bereich Anzuwendende Informationen können Sie beispielsweise sämtliche Bilder mit Stichwörtern versehen, um Sie auf diese Weise später leichter wiederfinden zu können. Außerdem lassen sich alle Fotos mit bestimmten Entwicklungseinstellungen versehen. Sie könnten etwa alle Bilder gleich beim Import nachschärfen, indem Sie bei den Entwicklungseinstellungen Scharfstellen – Landschaften wählen.

Klicken Sie zum Start des Imports auf die Schaltfläche Importieren.


Fotos verwalten und richtig archivieren

Nach dem Import sehen Sie Ihre Bilder in einer Übersicht im Bibliotheken-Modul. Von hier aus können Sie Ihre Fotos mit Zusatzinformationen versehen, die es Ihnen erlauben, Sie später leichter wiederzufinden.

Klicken Sie mit der linken Maustaste auf eines der soeben importierten Bilder, um es zu markieren.


In der rechten Seitenleiste können Sie den markierten Bildern Informationen hinzuzufügen, die das Wiederauffinden und Archivieren erleichtern.

Interessant ist beispielsweise der Bereich Stichwörter festlegen. Markieren Sie ein Foto und tippen Sie das gewünschte Stichwort ein. Wenn Sie ein Bild mit mehreren Stichwörtern versehen wollen, müssen Sie diese mit einem Beistrich trennen. Bestätigen Sie die Eingabe mit einem Druck auf die Eingabetaste .


Fotos annehmen oder ablehnen

Vor allem ambitionierte Fotografen kennen dieses Problem: Man kommt von einer Fototour oder dem Urlaub zurück und muss nun einige hundert Fotos durchsehen, um die guten und die weniger guten für die weitere Nachbearbeitung auszusortieren. Um diese Prozedur zu erleichtern, bietet Adobe Lightroom genau hierfür eine nützliche Funktion.

Stellen Sie zu Beginn wieder sicher, dass Sie sich im Bibliotheken-Modul befinden. Direkt unterhalb des Arbeitsbereichs finden Sie zwei flaggenartige Symbole. Mit einem Linksklick auf die linke Flagge wird ein Bild angenommen, mit der rechten Flagge, die zusätzlich mit einem X versehen ist, wird ein Foto abgelehnt.

Mithilfe dieser beiden Symbole können Sie bei einer großen Anzahl von Fotos schnell und komfortabel die Spreu vom Weizen trennen.


Fotos bewerten und mit Farbcodes versehen

Ebenfalls in Bezug auf die Archivierung von Fotos interessant sind Bewertungen sowie Farbcodes. Achten Sie darauf, dass Sie sich erneut im Bibliotheken-Modul befinden.

Um eine Bewertungen zu vergeben, wählen Sie einfach eines Ihrer Bilder aus und klicken in der Leiste unterhalb des Arbeitsbereichs auf einen der fünf Sterne. Hierbei gilt: Je weiter rechts sich der Stern befindet, desto höher fällt die Wertung aus.

Mit dieser Funktion lassen sich beispielsweise die zuvor angenommenen Bilder (siehe Abschnitt 5) reihen.

Fotos lassen sich aber nicht nur nach qualitativen Kriterien, sondern auch nach der Farbe markieren. Klicken Sie zuerst in der Leiste unterhalb des Arbeitsbereichs auf den ganz rechts befindlichen Pfeil nach unten. Wählen Sie hier nun die Option Farbbeschriftung.

Sie sehen, dass nun neben den Bewertungssternen fünf Farbfelder aufgetaucht sind. Damit lassen sich Fotos farblich grob sortieren, um sie später, wenn nötig, schneller finden zu können.

 
 
 
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