Die Innovationen auf der IFA 2009

Menschen begeistern - Märkte erobern. Das ist die Philosophie, die die Internationale Funkausstellung IFA zur weltweit größten Publikumsmesse im Bereich Consumer Electronics macht. Sie ist Schaufenster für Innovationen und zukunftweisenden Technologien und erfreut sich trotz Wirtschaftskrise enormen Zuspruchs.

 Die Trends der IFA 2009

Trendthemen waren diesmal neben Home Cinema 3D-TV, WebTV, Handy und Digital Imaging. Und selbstverständlich meint jeder Hersteller die Innovation der nächsten Jahre schlechthin sei ausschließlich ihm zuzuschreiben. Wir haben uns umgesehen und zeigen die neuesten Trends auf. Außerdem stellen wir Ihnen auf den nächsten Seiten Produkte vor, die den Status Innovation auch verdienen.

Auf die richtige Innovation, wie es TV, Computer, Internet und später Breitband-Internet waren, müssen wir wohl noch ein wenig warten.  Nichtsdestotrotz haben viele Hersteller neue Trends aufgezeigt, die der Konsument zwar nicht zwingend benötigt, die das Hightech-Leben aber immerhin deutlich vereinfachen und versüßen.


Trend 1: Digital-Fotografie

In der digitalen Fotografie nimmt der Megapixelwahn langsam ein Ende, die Hersteller besinnen sich nun eher auf Funktionen, die es Otto Normalverbraucher gestatten, Kameras zu handeln, die vor kurzem noch dem absoluten Profi vorbehalten waren. Im Prinzip kann heutzutage jedes Kleinkind tolle Fotos schießen: Verwackelungsschutz, Lächel- oder Gesichtserkennung, Blinzelwarnung, Bildschärfekorrektur, Belichtungsausgleich und Autofokus-Tracking machen es möglich.

Aber auch Photoshop und Co. dürften in der Digitalfotografie bald ausgedient haben. Die Bildoptimierung passiert beim Fotografieren selbst. So hat Casio in seine Exelim EX-Z450 beispielsweise einen neuen Landschaftsmodus integriert, der die Farben optimiert und Smog und Nebel gleich aus der Aufnahme retuschiert. Dank Beauty-Shot-Technologie gehören aber auch unschöne Pickel und andere Hautunreinheiten ab sofort nur mehr der realen Welt an.

Auch mit Zusatzausstattung wird nicht mehr gegeizt. So gibt es schon Modelle, in denen ein Mini-Beamer zur sofortigen Präsentation eingebaut ist. Und schon beinahe selbstverständlich ist die Filmfunktion bei Digitalkameras und umgekehrt die Fotofunktion bei Camcordern.

Gefilmt wird natürlich nicht mehr in geringer SD-Auflösung. Nachdem inzwischen jedes neue TV-Gerät zumindest HD-ready ist, sollte das selbst gedrehte Video schon mit mindesten 1280 x 720 Bildpunkten angezeigt werden können. Sonst wäre das teure TV-Gerät ja fast nutzlos, die TV-Sender halten sich mit HD-Fernsehen immerhin noch recht bedeckt.

Willkommen in der 3D Welt

Der wohl größte Unterschied zwischen dieser 3D Digitalkamera von Fujifilm und einer herkömmlichen ist das Linsensystem mit zwei Objektiven. Um ein möglichst natürliches 3D Erlebnis zu erreichen, ist es notwendig, zwei Bilder fehlerlos übereinander zu legen. Beide Objekive sind einem 3-fach optischen Zoom (35-105 mm) ausgestattet. Die Bilder, die von diesen beiden Objektiven mit je zwei 10 Megapixel CCD Sensoren erzeugt werden, sollen auf dem 7,1 cm große LCD-Monitor mit dem bloßen Auge und ohne zusätzliche Hilfsmittel räumlich gesehen werden können.

Nahtlos vernetzt

Nicht alltäglich sind die Funktionen dieser Kompaktkamera von Samsung. Die Kamera versieht Fotos und Videos mit Geo-Tags, die alle wichtigen Standortkoordinaten des Aufnahmeortes beinhalten. Die Fotos und Videos werden drahtlos via WLAN auf Facebook, Google Earth, Picasa oder YouTube geladen. Über Bluetooth können die Bilder auf andere Geräte verschickt werden. Auch die Grundausstattung ist äußerst solide: Touchscreen, 12,2 Megapixel und Videos in HD-Qualität. Hinzu kommen das 5-fache optische Zoom und die 35 mm-Linse von Schneider-Kreuznach.

Außerdem erkennt die Kamera die Gesichter von 20 Personen aus einer anonymen Masse. Sie stellt die hochauflösenden Fotos und HD-Videos auf einem 3,5 Zoll Bildschirm so scharf dar, dass man den kleinesten Pickel im Gesicht noch erkennen würde, käme nicht bei der Aufnahme bereits die Beauty-Shot Funktion zum Einsatz, die Hautunreinheiten kaschiert.

Camcorder für die Westentasche

War der Stammplatz herkömmlicher Camcorder noch zumeist das heimatliche Regal, so ändert sich das mit Flip Video von Cisco: Ab sofort reicht jede Tasche aus, um die komplette Ausrüstung darin unterzubringen – und stets griffbereit zu haben. Kleiner geht´s kaum und bequemer auch nicht.  Kein Wunder also, dass das 10 x 5 x 1,6 cm kleine Gerät in den USA und Großbritannien eine neue Video-Ära begründet hat. Nun hat man es jederzeit in der Hand, immer und überall Videos aufzunehmen und mit anderen zu teilen.  Sowohl die Flip Ultra auch die Mino gibt es in SD und HD-Ausführung.  Beide Modelle bieten mit 2 bis 8 GB Speicher eine Aufnahmekapazität von bis zu zwei Stunden sowie ein 50 mm großes Display.


Trend 2: Digitales TV

Auch das Fernsehen wird in Zukunft immer bequemer. Nicht nur, dass man das Gerät inzwischen auch als Surf-Station verwenden kann um z.B. Youtube Videos herunterzuladen, wenn gerade mal kein vernünftiges TV-Programm läuft - LEDs als Hintergrundbeleuchtung, Hertzsprünge  bis 200 und hohe Kontrastverhältnisse sorgen neben der HD-Auflösung für gestochen scharfe Bilder. Die LEDs erlauben eine extrem flache Bauweise, was fraglos der Optik zugute kommt.

Auch hier lassen sich die Hersteller laufend nützliche Funktionen einfallen, so werden bereits Lichtsensoren verbaut, die das TV-Bild automatisch an die Helligkeit der Umgebung anpassen. Der neueste Schrei ist Dolby Volume, ein Feature, auf das tatsächlich viele Fernsehende gewartet haben dürften. Damit lässt sich die Lautstärke ausgleichen, was vor allem bei Werbung Sinn macht. Die Lautstärke wird dann nämlich automatisch herabgeregelt. Dass inzwischen auch Bild und Ton via Funksignal übertragen werden können, macht wiederum die Hausfrau glücklich. Sie muss sich beim täglichen Reinemachen keine Sorgen mehr um den Kabelsalat machen und kann somit auch nicht mehr versehentlich ein Kabel herausziehen.

Je flacher die Geräte selbst werden, desto räumlicher wird in Zukunft jedoch die Sicht. 3D-TV ist ein ganz großes Thema.  Auf einer Pressekonferenz der IFA gab Sony bekannt, dass man bei der Vermarktung von 3D die führende Rolle spielen und ab 2010 für den Heimanwender 3D zur Verfügung stellen werde.  Aber auch Panasonic präsentierte auf der IFA seine revolutionäre Full HD 3D Technologie. Durch den Einsatz einer speziellen Brille erlebt der Zuschauer realitätsnahe 3D Bilder, die auf dem doppelten Informationsvolumen herkömmlicher Full HD Bilder basieren.

Strahlendes TV Gerät

Die emotionalen Lichteffekte von Ambilight Spectra umgeben den Bildschirm des Philips Aurea in einem Kaleidoskop von Farben und Licht und sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Mehr als 150 Hochleistungs-LEDs um den Bildschirmrand sorgen für diesen strahlenden Rahmen. Die technischen Daten liegen in der Norm: 100 Hertz, 42 Zoll Bildschirm, FullHD, integrierter DVB-T-Tuner, 2 ms Reaktionszeit, an die 200 W Stromverbrauch, SCART und HDMI-Ausgang.

Echtes Kino-Feeling

Der Cinema 21:9 von Philips zeigt Filme im selben Seitenverhältnis wie im Kino und besticht durch sein Full HD-Display mit 56 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 2560 x 1080 Bildpunkten. Mit diesem TV-Gerät präsentiert Philips den weltweit schnellsten LCD-TV mit einer Reaktionszeit von nur einer Millisekunde und 200 Hz. Über Net TV hat man Zugang zum Internet und der integrierten DVB-T/DVB-C-Receiver ermöglicht den Empfang von HD TV-Signalen. An Anschlüssen wird nicht gegeizt: 5 HDMI-Ports, sowie WLAN und Ethernet decken alle Bedürfnisse ab.

Mehr Sicherheit mit mecaHome+

Metz verwandelt den Fernseher zur Schaltzentrale, die über das Funksystem Xcomfort von Moeller die Steuerung von zahlreichen elektrischen Geräte im Haus ermöglicht. Komponenten wie Bewegungsmelder, Temperaturanzeige, Lichtschalter, Haustürglocke, Rauchmelder oder Beleuchtung lassen sich damit bequem per Knopfdruck auf per Fernbedienung überprüfen oder steuern. Ungewöhnliche Vorgänge werden, je nach Einstellung, sofort gemeldet, auch wenn der Hauseigentümer in einen spannenden Thriller vertieft ist. Die Zusammenstellung der Komponenten erfolgt individuell durch den Nutzer.
 
Was man dazu braucht? Ein neues Metz-Fernsehgerät aus den Serien Primus (ab 5.600 Euro), Sirius (ab 3.200 Euro) oder Linus (2.600 Euro), eine zentrale Funksteuereinheit und natürlich die Schaltzentrale von Moeller, also die Sensoren für die Geräte.


Trend 3: PC und Notebook

Ob der vielen Innovationen im TV und Digital Imaging-Bereich geraten die Neuheiten im PC-Sektor etwas ins Abseits. Lange Zeit war die Miniaturisierung des PCs ein Thema. Viel kleiner als ein Smartphone geht es aber nicht mehr. Natürlich wird im Halbleiterbereich noch verkleinert, was das Zeug hält, bei den Geräten selbst ist aber eher das Design ein wichtiges Thema. Und natürlich Windows 7 mit seinen Multitouch-Fähigkeiten und seinem – im Vergleich zu den Vorgängerversionen - geringen Speicherhunger. 

Mit einem neuen Netbook lässt sich jedenfalls nicht mehr punkten, da muss man sich als Hersteller schon mehr einfallen lassen.  Sony stellte beispielsweise sein erstes Netbook mit 10-Zoll-Display vor. Damit lassen sich immerhin 1377 x 768 Bildpunkte auf den Monitor zaubern. Auch die Notebooks ziehen nach und werden schlanker und leichter. Ein Kriterium bei den mobilen Geräten sind Akkulaufzeit und Stromverbrauch. Hier lässt sich ebenfalls noch punkten, wenngleich die Forderung der Netbook-User immer mehr in Richtung DualCore-Variante geht und damit die niedrigen Stromverbrauchswerte wohl der Vergangenheit angehören dürften.

Leichter Langläufer

Mit 1,25 kg zählt das N130 von Samsung zu den leichtesten Netbooks seiner Klasse. Das in diesem Gerät verbaute 10,1 Zoll- Display ist so energieeffizient, dass eine Akkulaufzeit von bis zu 7,5 Stunden garantiert wird. Schnellen Zugriff auf das Internet ist durch WLAN und das eingebaute 3G-Modem gegeben. Darüber hinaus ist das Netbook mit einem eingebauten Mikrofon und Kopfhöreranschluss ausgestattet.  Auch für den Schutz der Gesundheit seiner Anwender ist gesorgt: So ist die Tastatur mit einer antibakteriellen Beschichtung versehen, die das Überleben von Keimen und Bakterien nahezu unmöglich macht.

All-in-One-System mit Touchfunktion

Dank der kompakten Bauweise sind alle Komponenten des Acer Aspire Z5610 hinter dem 23 Zoll großen Touchscreen-LCD positioniert. Für besonderen Bedien-komfort sorgt die intuitiv steuerbare Multi-Touch-Technologie mit dem neuen Betriebssystem Microsoft Windows 7. Statt einer umständlichen Bedienung über Tastatur und Maus kann der User nun auch alle Aktionen mit einer simplen Berührung des Bildschirms ausführen.  Durch einfache Berührungen des LCDs mit der Fingerspitze kann der Nutzer scrollen, Dateien auswählen, Anwendungen starten oder durch Menüs navigieren und hat so spielend Zugriff auf Musikdateien, Videos oder Bilder. Der Acer Aspire Z5610 sorgt darüber hinaus mit Intel Dual-Core- oder optional Quad-Core-Prozessoren der neuesten Generation und 8 GB RAM für ein ausreichendes Arbeitstempo. Integriert sind eine 1TB Festplatte, ein Blu-ray Recorder, ein DVB-T TV Tuner und WLAN.

Mobiles Kommunikationswunder

Das EasyNote Butterfly m von Packard Bell kann dank intelligenter Technologien und Funktionen extrem lange mobil eingesetzt werden. Mit einer Energieeinsparung von bis zu 40% im Vergleich zu einem Standard-Notebook, garantiert das Gerät bis zu 8 Stunden Batterieautonomie. Der 15,6 Zoll HD Bildschirm bietet eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel, die Festplatte speichert bis zu 640 GB und der Arbeitsspeicher beträgt 4 GB. Alles, was man für mobile Video Chats und Social Networking benötigt, wurde integriert: Wi-Fi-Funktionen, Mikrofon, Webcam und erweitertes 3G. Als Betriebssystem wird Windows 7 zum Einsatz kommen. Das Gerät soll ab Oktober verfügbar sein.


Trend 4: Navigationsgeräte

Bei den Navis geht der Trend in Richtung fotorealistisches und intelligentes Routing. Fotorealistisch bedeutet, dass einzelne markante Gebäude als Orientierungshilfen in 3D dargestellt werden. Navigon geht mit seinem Modell 8410 noch einen Schritt weiter und bringt Real-City 3D, womit ganze Straßenzüge inkl. Kreuzungen und sogar Ampeln fotorealistisch dargestellt werden. Intelligent wiederum bedeutet, dass sich das Gerät auch Gedanken macht über Benzinverbrauch, Staus, historische Verkehrdaten und den Fahrstil des Nutzers. So kann es bei manchen Modellen schon mal vorkommen, dass sie an einem Sonntag eine andere Route vorschlagen, als beispielsweise am Freitagabend.

Funktionen wie Staumeldung, Freisprecheinrichtung, Multimedia-Player, Fahrspur- und Geschwindigkeitsassistent, Radarwarner, TV- und Radioempfang und Internetanbindung sind bei vielen Modellen der Oberklasse ebenfalls bereits Standard. Mit dem TomTom Live Services lassen sich etwa die Benzinpreise an den Tankstellen entlang der Route live ermitteln. Aber auch das Wetter, Verkehrsinfos und die Position mobiler Radaranlagen kann man laufend aktualisieren.

Gleichzeitig werden die Geräte immer flacher, die Displays hingegen breiter. Und das alles bei ständig sinkenden Preisen und immer detaillierterem Kartenmaterial. Und wer ein Smartphone sein Eigen nennt, bekommt auch immer tauglichere Softwarelösungen geboten. Wer sich in Zukunft auf den Straßen Europas noch verirrt, ist selber schuld, oder er hat kein Navi.

Fotorealistische Navigation

Das 5 Zoll-Display des Navigon 8410 reagiert auf feinste Berührungen statt auf Druck. Ein diagonales Streichen über das Echtglas-Display genügt, um z.B. die Sprachsteuerung zu aktivieren.  Damit lassen sich per Sprachbefehl direkt Namen aus den gespeicherten Kontakten anrufen oder Sonderziele ansteuern.

Das Gerät zeigt eine fotorealistische Navigation, genannt Real City3D. Häuser, Straßen, Fassaden, Zebrastreifen und Ampeln werden detail-, Häuser teilweise sogar farbgetreu angezeigt. Verfügbar ist Real City3D in ausgewählten europäischen Metropolen. Bis 2011 wird sich die Abdeckung kontinuierlich erhöhen. Für 59,95 Euro bietet der Hersteller außerdem ein digitales TV-Modul für den DVB-T-Empfang an, das den Lotsen zum mobilen Fernseher umfunktioniert.

Das Modell 8450 bietet  zusätzlich das Live Modul. Damit lassen sich Echtzeit-Informationen zur Verkehrslage, zur Zahl freier Parkplätze, uvm. abrufen. Dazu können Nutzer nach einer unbegrenzten Anzahl von Sonderzielen wie Restaurants oder Geschäften suchen. Dieses Service ist allerdings nicht kostenlos. Ein Jahresvertrag kostet 79,95 Euro.

Günstiger Lotse

Wer nicht viel Geld für ein anspruchsvolles Navi ausgeben möchte, sollte zum Modell M500 von Mio greifen.  Das Display ist  4,7-Zoll breit, das Gerät nur 14 mm dick. Es bietet zudem die „NavPix“-Fotonavigation: Ein integriertes Fotoalbum zeigt dem Nutzer Sehenswürdigkeiten oder Restaurants entlang der Route.

Beim Kartenmaterial konzentriert sich Mio wieder auf das Wesentliche: TruMap streicht auf Wunsch unnötige Details aus der Landkarte und sorgt somit für bessere Lesbarkeit. Die Moov Serie verfügt über einen Fußgängermodus – die integrierten 2D-Stadtpläne sind speziell für Erkundungen per pedes ausgelegt und stellen zu diesem Zweck Fußwege sowie Gebäude dar. Zudem verfügt das Navi über eine kleine Auswahl von Wcities-Reiseführern (Paris, London, Rom).

Der Anwender erhält damit detaillierte Informationen zu Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten mit Insidertipps sowie Bildmaterial. Weitere Online-Reiseführer stehen kostenpflichtig zum Herunterladen bereit. Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Informationen zu Geschwindigkeitsbegrenzungen, TMC-Pro Verkehrsinformationen (nur Deutschland) und Karten für 23 Länder Europas runden das Angebot ab.


Trend 5: Handys

Bei den Handys gibt es im Moment anscheinend eine Art Polarisierung. Die einen schwören auf iPhone und Co und deren Features wie Fotofunktion, GPS, Multimedia-Player und TV, die anderen wiederum glauben mit einem Handy nur telefonieren zu müssen und geben sich mit der Telefon- und SMS-Funktion zufrieden. Tatsache ist, dass der hohe Energieverbrauch der Smartphones ein Kriterium bleibt. Wenn immer mehr Funktionen verfügbar sind, geht dies zu Lasten des Stromverbrauchs. Hier kann man als Hersteller beispielsweise durch den Einsatz von OLED-Displays aber auch Solarpanels genauso punkten, wie mit den vielen Zusatzfunktionen und Tausenden Softwarelösungen, die für die einzelnen Betriebsysteme wie iPhone OS, Windows Mobile, Android usf.  im Eilzugstempo entwickelt werden. Die meisten sind noch mehr oder weniger unnütz und just for fun. Dennoch wird das Konzept von Apple mit seinem AppStore vielfach nachgeahmt und kaum ein Hersteller kann es sich leisten, kein Softwareportal anzubieten.
 
Ebenso geht der Trend immer mehr in Richtung einfachere Bedienung. Ohne Touchscreen geht kaum noch was und auch die Displays werden immer größer und hochauflösender. Schließlich soll der Kunde mit seinem Gerät auch fernsehen können. Dass man bei der Fotofunktion die 12 Megapixelgrenze bereits durchstoßen hat, ist kein Geheimnis. Inzwischen gibt es aber auch schon Handys mit eingebautem Xenon-Blitz und die Kamera-typischen Zusatzfeatures wie Autofokus, Gesichtserkennung etc. werden ebenfalls schon übernommen. Samsung bietet etwa mit seinem Pixon 12 neben diesen Features auch zahlreiche Motivprogramme.

Tattoo mit Sense

HTC hat für Oktober das HTC Tattoo angekündigt, ein auf dem Betriebssystem Android basierendes Handy, das mit der neuen Bedien-oberfläche Sense aufhorchen lässt. Damit lassen sich pro Handy mehrer Benutzerprofile verwalten. Das 2,8-Zoll-Display des Handys bringt eine Auflösung von 320 x 240 Pixel und hat eine 3,2 Megapixel-Kamera mit an Bord. Bedient wird es nicht über Tastatur, sondern über eine 4-Wege-Steuerungswippe.  Die Stand-by-Zeit wird mit 520 Stunden (UMTS) bzw. 340 Stunden (GSM) angegeben. Die Gesprächszeit mit ca. 6 Stunden. Spezielle Features sind ein digitaler Kompass und FM-Radio.

Buntes Design

Das Corby S3650 von Samsung ist ein günstiges Touchscreen-Handy, das sich am Lebensstil der Jugend orientiert. Durch vorinstallierte Web 2.0 Anwendungen stehen die Nutzer immer und überall mit ihren Freunden in Kontakt. Für eine simple Bedienung sorgt beim Corby die fingerfreundliche Benutzeroberfläche TouchWiz von Samsung. Mittels Smart Touch gelangt der Nutzer vom Standby-Bildschirm direkt zu einer vordefinierten Anwendung. Dazu muss er lediglich mit dem Finger den passenden Buchstaben, wie zum Beispiel „I“ für Internet, auf das 2,8 Zoll große Display zeichnen. Praktisch: Ein Wörterbuch (Englisch-Deutsch) ist vorinstalliert. Auch technisch weist das Gerät kaum Lücken auf: Schnelles Internet via EDGE, 2-Megapixel-Kamera für Fotos und Videos, MP3-Player, UKW-Radio, USB und Bluetooth.

40% schneller

Sony Ericsson präsentierte den Nachfolger des X1, das Xperia X2. Es soll bis zu 40% schneller sein, hat ein 3,2 Zoll-Display und eine 8 Megapixel-Kamera an Bord. Für einen schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen sorgt der Slideview-Mechanismus. Per Fingerwisch kann man durch Kontakte, Nachrichten oder Mediaanwendungen gleiten. Optisch orientiert sich das XPERIA X2 mit Arc-Slider-Bauform, QWERTZ-Tastatur und großem Touch-Display an seinem Vorgänger. Dank neuer Panels kann man das Handy nun noch individueller an seine Bedürfnisse anpassen. Auf dem Weg zur Arbeit aktiviert sich nach vorher eingestellter Uhrzeit z. B. das Zeitungspanel mit den neuesten Nachrichten, im Büro das Arbeitspanel zur Terminkoordination und nach Feierabend das Facebookpanel für die aktive Freizeitplanung. 14 Panels sind auf dem X2 vorinstalliert, 16 weitere stehen vorerst zum Download zur Verfügung.

High Definition-Zentrale

Die schlanken und eleganten „All-in-One“-Kombinationen DMR-BS850 und 750 von Panasonic vereinen Blu-ray-Disc-Rekorder, integrierte Festplatte (250 GB bzw. 500 GB) sowie Twin-HDTV-Satelliten-Receiver. Damit ist es möglich, zwei HDTV-Programme unabhängig voneinander in bester Qualität aufzuzeichnen. Darüber hinaus bieten sie viele Anschlussmöglichkeiten wie USB und SD-Kartenslot. Auch dank Ethernet-Anschluss überzeugen die beiden als Multimedia-Zentrale. Das Panasonic Internet-Angebot VIERA CAST ermöglicht auf Tastendruck den Zugang zu ausgewählten Internet-Seiten. Ohne PC, Tastatur oder Maus lassen sich, bequem vom Sofa aus, die neuesten YouTube-Videos, Fotos, die Wettervorhersage oder die aktuellen Börsenkurse anschauen. Die beiden Modelle unterstützen zudem BD-Live, das je nach eingelegtem Film Zusatzinformationen aus dem Internet lädt. Der Einführungstermin ist für das Frühjahr 2010 geplant.

Hybrid-Receiver

Der VideoWeb S500 Satellitenempfänger ist ein leistungsstarker „HDTV-Computer“, der von einem Rechenzentrum aus über das Internet permanent mit den neuesten Anwendungen und Erweiterungen aktualisiert wird. Bereits zum Start sind schon Anwendungen für Picasa, Flickr, Facebook, Twitter und GoogleMaps verfügbar. Viele neue Internet-TV-Standards sind in der Entwicklung. Durch Software-Updates wird das Gerät laufend aktualisiert. VideoWeb ist außerdem der erste Sat-Empfänger, der WebTV-Sender direkt auf den Fernseher bringt und der VideoOnDemand in HDTV integriert. Der Receiver verfügt über einen HDMI zum Anschluss an den Flachbildschrim. Zusätzlich gibt es einen digitalen Audio Ausgang um optional ein Audio System anzuschließen und an die Netzwerk-Buchse schließt man den DSL-Router an, um die interaktiven Internet Funktionen zu nutzen.


Trend 6: Blu-ray und Co.

Den Begriff HDTV kennt inzwischen jedes Kind. In den letzten Jahren wurde er vielfach strapaziert und wer kein Full-HD-taugliches Fernsehgerät zu Hause hat, wird als Reaktionär bezeichnet. Dabei gibt es im Programmbouquet der meisten Sender bislang kein vernünftiges HD-Angebot. Doch 2010 soll alles anders werden. ARD und ZDF werden hochaufgelöstes Fernsehen ab Februar anbieten. Um HDTV zu empfangen benötigt man aber ein spezielles Equipment. Nicht nur der Fernseher muss HD-ready oder Full-HD sein, auch der Receiver muss HD empfangen können.  Oder man erwirbt ein TV-Gerät mit eingebautem HD-Tuner. Ein Receiver braucht sich heutzutage aber nicht mehr aufs Empfangen von Fernsehsignalen beschränken, er muss schon einiges mehr zu bieten haben, etwa WLAN, Aufzeichnungsmöglichkeit auf Festplatten und diverse Schnittstellen, wie Ethernet, USB, HDMI aber auch noch Scart.

Dass hochaufgelöstes Video- und Fernsehmaterial viel mehr Speicherplatz benötigt, kommt den Hersteller von Blu-ray-Playern und -Rekordern zugute. Mitunter findet man die Dinger schon in Fernsehern verbaut, aber auch die Stand-alone-Geräte können inzwischen mehr als nur Aufnehmen und Abspielen. WLAN gehört dabei schon fast zum Standard. Damit lassen sich beispielsweise Videos von Youtube streamen.

 
 
 
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