Was ist eine Multimedia-Schnittstelle ?

Neben dem Bildschirmschoner ist Multimedia ein Muß für jeden Computerfreund. Gibt es doch heute kaum noch ein Programm, wo nicht Geräusche oder Töne zu hören sind. Ob Sie nur einen Button anklicken oder eine Spielfigur gerade hüpft - immer ist die Tonausgabe mit von der Partie.

Mit der Weiterentwicklung von Windows entstand etwa 1991 die Multimedia-Schnittstelle, über die alle Multimediageräte mit Windows kommunizieren können. Diese Schnittstelle wird auch als MCI ("Media-Control-Interface") bezeichnet und der Logik des Autors von Profan² folgend, gibt es hier auch nur eine Funktion, um alle Multimediageräte entsprechend zu steuern.

Mit der Funktion @MCISEND$ können alle Multimediageräte in Profan² angesprochen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine MID-Datei abspielen, ob Sie das Fach vom CD-ROM Laufwerk schließen oder ob Sie sich eine Animation ansehen wollen. Und damit Sie mir auch hier glauben - es genügen bereits 5 Zeilen Quellcode, um von einer Musik CD-ROM den 3. bis 5. Titel abzuspielen, wie in der Hilfe zu Profan² vom Autor nachgewiesen.

Nun fragen Sie mich aber bitte nicht, warum es z.B.CD-Player-Programme für Windows gibt, die mehrere MB groß sind - ich kann Ihnen die Frage nicht beantworten. Aber ich kann Ihnen versichern, daß Profan² keine unnützen Ressourcen mit sich herumschleppt oder ganze INCLUDE-Systeme braucht, um vielleicht eine benötigte Funktion fehlerfrei auszuführen. Ich persönlich sehe gerade darin einen enormen Vorteil und habe auch deshalb Profan² schätzen gelernt.

Beachten Sie folgenden Hinweis:
Es ist richtig, das Beispiel zum CD-Player aus der Hilfe enthält wirklich einen Schreibfehler und wenn Sie es wortwörtlich übernehmen, erhalten Sie sofort eine Fehlermeldung.

Ursache ist, daß der 1. MCI-Befehl nicht vollständig in Anführungszeichen gesetzt wurde und das Programm somit diese Zeile nicht interpretieren kann. Hier gleich die Berichtigung:

    @MCISend$("open cdaudio alias cd")     
    Print "Länge: ";@MCISend$("status cd length")     
    Print "Titelzahl: ";\       
    @MCISend$("status cd number of tracks")     
    @MCISend$("set cd time format tmsf")     
    @MCISend$("play cd from 3 to 5") 

Schreib- und Tippfehler sind eine ganz normale Angelegenheit und wen wundert es, daß bei einer so umfangreichen Hilfe schon einmal ein Zeichen vergessen wird. Machen Sie es so wie ich,

Beachten Sie folgende Grundregel:
Nutzen Sie die Beispiele, machen Sie sich klar, was der Autor erklären will und vollziehen Sie das Beispiel selber nach. So werden Sie das Beispiel nicht nur besser verstehen. Eventuelle Schreibfehler finden Sie so und können Sie selbst berichtigen. Glauben Sie mir, mit bloßem Abschreiben von Beispielen oder gar fremden Programmen erlernen Sie auf keinen Fall das Programmieren.

Um nun der Leistungsfähigkeit von Profan² die Krone aufzusetzen, hat der Autor von Profan² eine Funktion (Befehl) entwickelt, mit der jede beliebige WAV-Datei abgespielt werden kann. Was zum Beispiel unter Delphi mehrere (mehr oder weniger) umfangreiche Programmzeilen benötigt, geschieht hier mit nur einer Anweisung:

    @PLAYSOUND "beispiel.wav",1 

Die "1" bewirkt in diesem Beispiel, daß es nach dem Start der WAV-Datei sofort im Programm weitergeht, während die Sounddatei im Hintergrund abgespielt wird. Mit einer "0" stattdessen, könnte das Programm solange angehalten werden, bis die WAV-Datei abgespielt ist.

Aber natürlich ist es nicht nur möglich, WAV-Dateien abzuspielen. Sie können mit Profan² Ihre eigenen Geräusche unproblematisch selber aufnehmen bzw. herstellen. Dazu genügen im Prinzip schon drei Programmzeilen:

    @MCISend$("open new type waveaudio alias test")     
    @MCISend$("set test time format milliseconds")     
    @MCISend$("record test from 0 to 1000 wait") 

Nach der Aufnahme hören Sie sich die WAV-Datei mit nur einer Programmzeile an:

    @MCISend$("Play test from 0 wait") 

und mit dieser Programmzeile speichern Sie Ihre Aufnahme ab:

    @MCISend$("save test test.wav") 

Dieses Beispiel belegt wohl sehr deutlich, daß Sie nicht viel Geld für Multimediageräte ausgeben müssen. Mit nur wenigen Zeilen Quelltext schaffen Sie sich ganz einfach Ihre eigenen Multimediageräte. Und was das Beste ist, Sie werden genau das können, was Sie für Ihr Hobby benötigen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Multimedia bezieht sich natürlich nicht nur auf Musik-CDs, MID-Dateien oder WAV-Dateien. So einfach, wie hier dargestellt, können Sie natürlich u.a. auch Animationsdateien, wie z.B. *.AVI, *.FLI oder *.FLC Dateien abspielen. Und selbstverständlich können Sie genauso MPEG-Filme mit Hilfe von Profan² betrachten.

 
 
 
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