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Knapp siebzehn Jahre liegen zwischen der ersten Version (Ende 1991 bzw. Mitte 1992) und dem heutigen Stand der Entwicklung (Version 7.6). In dieser Zeit wurde Profan² von vielen Hobby-Programmierern lieben und schätzen gelernt, ja sogar von professionellen Programmierern benutzt.
Der Erfolg von Profan² begründet sich meiner Ansicht nach nicht zuletzt dadurch, was es leisten kann. Es gilt als erwiesen, dass die bestechende Einfachheit der Handhabung von Multimedia (ob Grafik, Sound oder auch AVI) im Gegensatz zu manch anderer Programmiersprache hier scheinbar wie von selbst funktioniert. Was viele Hobby-Programmierer an dieser Programmiersprache besonders schätzen, ist die wirklich leichte Erlernbarkeit und die sehr einfache Handhabung. Wenn gesagt wird, die Grundlagen von Delphi wären einfach zu erlernen, kann ich hier nur dagegen stellen: Die Grundlagen von Profan² sind kinderleicht. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil ist die große Nähe zu Datenbanksystemen von Profan². Ob die altbewährte DBASE-III, SQL oder die ODBC-Schnittstelle, für Profan² alles kein Problem. Natürlich ist eine direkte Kontrolle "fremder" Fenster ebenso möglich, wie ein Senden von Nachrichten oder Tastaturcodes. Und ob eine textorientierte Bildschirmausgabe mit Hilfe von einfachen BASIC-Befehlen oder eine draworientierte Bildschirmausgabe mit Hilfe von MS Windows-eigenen Befehlen ... - es spielt wirklich keine Rolle. Profan² beherrscht beides. Je nach eigenem Fortschritt und Wissensstand kann beliebig vorgegangen werden. Profan² ist für den Neueinsteiger in das Programmieren genau so gut geeignet, wie für den alten und erfahrenen Programmierhasen. Profan² kann ein 14-jähriger Schuljunge, aber auch ein 70-jähriger Rentner ohne weitere Mühen erlernen. Bei jeder Programmiersprache steht der Einsteiger zunächst vor dem Problem, eine fremde Befehlssprache mühsam zu erlernen. Auch die Versicherung, dass sich eine Programmiersprache an der Computer-Umgangsprache orientiert, kann über so manche Hürde nicht hinweg helfen. Anders bei Profan²! Ich möchte hier auf keinen Fall behaupten, Profan² müsse man nicht lernen. Aber wer in der Schule etwas aufgepaßt hat, wird sich sehr schnell in die einfache Sprachstruktur von Profan² finden. Zunächst greift Profan² auf die gewohnte Form und Wirkung vieler BASIC-Befehle zurück, als da z.B. wären: PRINT, LOCATE, CLS, INPUT, GOTO, GOSUB, RETURN, IF, WHILE, WEND, SOUND, PRINT ... Etwas komplizierter wird es bei den Dateioperationen. Hier wurden einige Befehle aus dem etwas vielseitigeren Konzept von PASCAL übernommen: ASSIGN, RESET, REWRITE, APPEND, RENAME, ERASE, CLOSE ... Mit COPY können z.B. Dateien kopiert werden und mit CHDIR, MKDIR und RMDIR können Verzeichnisse verwaltet werden. Dazu kommen dann noch WINDOWS-spezifische Dinge wie Menüs, Listboxen, Inputboxen, Load- und Save-Dialoge ... um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen. Nun sind das hier bei weitem nicht alle Befehle und Möglichkeiten von Profan². So ist es heute selbst erfahrenen Programmierern kaum mehr möglich, immer den vollen Überblick zu bewahren. Hier hat der Autor von Profan², Roland G. Hülsmann, nicht nur einen guten Einfall gehabt. Neben der obligatorischen und sehr umfangreichen Hilfe, die direkt aus dem Editor heraus gestartet werden kann, verfügt dieser "Multi-File"-Editor über eine spezielle kontextabhängige Hilfefunktion. Und natürlich gibt es auch hier einen Einführungskurs, Beispiele ... Im weiteren gehören zu Profan² sogenannte Helfer, mit denen es zum Kinderspiel wird, z.B ein Menü zu erstellen oder Strukturen zu erzeugen. Komplett vorgefertigte Dialoge, die nur noch über einen einzigen Befehl in das Programm integriert werden, sind das Sahnehäuptchen für jeden Anfänger. So wunderbar und einfach Profan² auch gehalten ist - wer glaubt, mit dem Erhalt einer Version von Profan² auch schon Programmierer zu sein, dem möchte ich hier mit auf den Weg geben: Wie mit jeder (Programmier-) Sprache, so ist es auch mit Profan²: Nur mit viel Fleiß werden Sie eines Tages diese Sprache beherrschen. Doch bis dahin werden Sie noch oft einen "Dolmetscher" oder Ihr "Vokabelheft" benötigen. |